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Clostridium difficile

 

Clostridium difficile ist ein weit verbreitetes Bakterium, das als Erreger nosokomialer Infektionen inzwischen einen festen Platz einnimmt.  Im Gegensatz zu den natürlichen Darmbakterien ist C. difficile gegenüber den meisten Antibiotika sehr resistent. Darüber hinaus verursacht C. difficile erhebliche Kosten im Gesundheitswesen. In Europa summieren sich
die Kosten auf ca. 3 Milliarden Euro. Dies schlägt sich insbesondere in Form intensivster Betreuung sowie verlängerten Krankenhausaufenthalten nieder. [1]

 

Neben bewusstem Umgang mit Antibiotika ist an erster Stelle ein gründliches Hygienemanagement gefragt.

 

Die Fähigkeit von C. difficile, extrem umweltresistente Sporen zu bilden, erleichtert das Überleben des Erregers im Umfeld von erkrankten Personen und begünstigt somit die epidemieartige Ausbreitung von Infektionen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

 

"Für besonders besorgniserregend aber halten Mediziner die Tatsache, dass der Erreger mittlerweile auch außerhalb von Krankenhäusern aufgetaucht ist und Menschen befällt, die bisher nicht zu den gefährdeten Gruppen zählten." [2]

 

Zudem kann C. difficile "offensichtlich durch Aktivitäten im Patientenzimmer in die Luft verwirbelt werden." [3]

 

Da C. difficile bei Patienten häufig heftige Durchfälle verursacht, werden enorme Sporenmengen des Erregers mit dem Stuhl ausgeschieden. 

 

Die C. difficile Spore kann auf unbelebten Flächen bis zu 5 Monate überleben. Diese Flächen sind bis zu 30 % mit C. difficile kontaminiert und können so ein Reservoir für neue Infektionen darstellen. In der Fachzeitschrift Hygiene & Medizin ist zu lesen, dass "Neben dem Tragen von Schutzhandschuhen scheint die sporizide Flächendesinfektion im Ausbruchsfall das größte Potential zur Prävention zu haben." [4]

 

Hier sind insbesondere Maßnahmen zur Umfeldhygiene zu ergreifen, um das Übertragungsrisiko häufiger Infektionsquellen, wie etwa kontaminierte Hände, aber auch Einrichtungsgegenstände und Flächen zu minimieren. Folglich ist eine konsequente Durchführung von Maßnahmen zur Flächendesinfektion gefordert.

 

Um C. difficile sicher abzutöten, müssen bei der Desinfektion Wirkstoffe eingesetzt werden, die sporizide Eigenschaften aufweisen. Sauerstoffabspalter bzw. Perverbindungen, wie etwa Wasserstoffperoxid, können diesen Anforderungen gerecht werden.

 

Die Zeitschrift "Healtcare Aktuell" weist darauf hin, dass bei einem Ausbruch von C. difficile die Desinfektion von Geräten und Flächen äußerst gründlich durchgeführt werden sollte. Toiletten und Badezimmer als  hygienisch kritische Bereiche erfordern zudem besonders sorgfältige Desinfektionsmaßnahmen. [5] Der Arbeitskreis "Krankenhaus- & Praxishygiene" der AWMF empfiehlt beispielsweise nach Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen eine gründliche Schlussdesinfektion des Patientenzimmers.

 

 

» Statement Clostridium difficile by PD Dr. Schwarzkopf




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[1] Schneider et.al. (2007): Clostridium difficile-assoziierte Diarrhö - ein zunehmendes klinisches Problem durch neue hochvirulente Stämme. Krh.-Hyg. + Inf.verh. 29. Heft 4

[2] aseptica Aktuell, Fachmagazin für Krankenhaus- und Praxishygiene, Ausgabe 9/2006

[3] Best EL, Fawley WN, Parnell P, Wilcox MH. The Potential for airborne dispersal of Clostridium difficile from symptomatic patients. Clin Infect Dis 2010; 50: 1450-1457, erschienen in: HygieneMedizin, Ausgabe 11/2010: Können Clostridium-difficile-Sporen durch die Luft übertragen werden?

[4] HygieneMedizin (2008), Clostridium difficile - was ist für eine effektive Desinfektion zu beachten?, Ausgabe 33-4, S. 153-159

[5] in Anlehnung an Healthcare Aktuell, Ausgabe 11/2009