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DIOP GmbH: Fully automated Disinfection - Disinfection is our Passion
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Raumvernebelung: Bio-Dekontamination mit gasförmigem Wasserstoffperoxid

 

Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid (H2O2) und Silberionen.

 

Warum überhaupt ein Desinfektionsmittel auf Basis von Wasserstoffperoxid?

 

Gründe der Arbeitssicherheit, der Biozid-Richtlinie sowie der Chemie der Wirkstoffe sprechen für ein Desinfektionsmittel auf Wasserstoffperoxidbasis (Sauerstoffabspalter) und somit gegen folgende andere Desinfektionsmittel:

  • Peressigsäuren können eine eingeschränkte Materialverträglichkeit aufweisen
  • Alkalien zeigen ein eingeschränktes Wirkungsspektrum
  • Quaternäre Ammoniumverbindungen besitzen keine Wirkung gegen Sporen und haben einen hohen Eiweiß- und Seifenfehler
  • Aldehyde weisen eine geringe Reinigungskraft  und Eiweißbelastbarkeit auf
  • Alkohole zeigen keine sporizide Wirksamkeit [1]

 

 

Die Trends: Raumbegasung mittels Kaltvernebelung und VHP-Technologie (Vaporized Hydrogen Peroxide) 

 

Info: Zu unterscheiden von VHP ist wiederum die sogenannte HPV-Technologie (Hydrogen Peroxide Vapour).

 

Das als klassisch geltende mikrobizide Gas Formaldehyd kommt nach wie vor bei der Raumdekontamination mittels Kaltvernebelungsverfahren zur Anwendung. Der Einsatz dieses Gases wird jedoch aufgrund seiner Toxizität und kanzerogenen Eigenschaften in zunehmenden Maße von behördlicher Seite eingeschränkt. Mit der Entdeckung, dass gasförmiges Wasserstoffperoxid bereits in niedrigen Konzentrationen eine bakterizide und sporizide Wirkung entfaltet, setzt sich die VHP-Technologie (Vaporized Hydrogen Peroxide) immer mehr durch.
Dieses VHP-Verfahren hat in den letzten Jahren den Einsatz von Formaldehyd u.a. aus dem Bereich der Dekontamination von Reinräumen fast vollständig verdrängt. [2]

 

Das Unternehmen DIOP setzt auf ein umweltfreundliches Kaltvernebelungsverfahren: Die Aerosolvernebelung von Wasserstoffperoxid in Verbindung mit Silberionen (verwendete Flüssigkeit: Diosol). Diosol ist bakterizid, fungizid, viruzid und sporozid. Die beiden Hauptwirkstoffe Silber und Wasserstoffperoxid potentieren sich in ihrer bioziden Wirksamkeit, was das Produkt wesentlich stärker als handelsübliches Wasserstoffperoxid macht.

 

Die Vorteile der Raumbegasung auf Basis von gasförmigem Wasserstoffperoxid - Ein Vergleich zu Formaldehyhd

 

Im Gegensatz zur Begasung mit Formaldehyhd erfordert eine Begasung mit Wasserstoffperoxid (H2O2) keine Sättigung der Luft mit Feuchtigkeit [3] und für die sporizide Wirkung keine hohen Temperaturen [4], kann also unter Praxisbedingungen in Laborräumen und Abluftanlagen leichter realisiert werden.

Die biozide Wirkung von gasförmigem H2O2 liegt in seiner oxidierenden Wirkung und der Bildung von Radikalen, was zur Schädigung von Proteinen, Nukleinsäuren oder anderen essentiellen Komponenten von Viren und Mikroorganismen führen kann. [5]

Die Raumbegasung mit Formaldehyhd ist im medizinischen Bereich zwar ein anerkanntes Verfahren [6], wird aber wegen des giftigen, kanzerogenen und sensibilisierenden Potenzials des Aldehyhds speziellen Situationen vorbehalten. [7]

Die IARC/WHO stuft aktuell Formaldehyhd in die höchste karzinogene Gruppe 1 ein [8], während H2O2 als nicht klassifizierbar in die Gruppe 3 eingestuft wird. [9] Somit ist insgesamt für Formaldehyhd ein höheres karzinogenes Potenzial im Vergleich zum H2O2 anzusehen. In Frankreich darf Formaldehyhd seit September 2006 nicht mehr zur Raumdekontamination verwendet werden, seit 2007 wurde dort sogar die Produktion der Substanz eingestellt. [10]

 

Weitere Nachteile der Raumbegasung mit Formaldehyhd:

  • Dauer des Prozesses
  • aufwändige manuelle Nachreinigung nach Neutralisation des Gases
  • potenziell schädigende Wirkung auf elektronische Bauteile und Geräte [3]
  • Erlaubnis muss bei zuständiger Stelle jeweils beantragt werden (TRGS 522)

 

Das Dekontaminationsverfahren mit Wasserstoffperoxid hingegen

  • ist einfach zu beherrschen
  • arbeitet rückstandsfrei ohne Nachreinigung (bei ausreichender Belüftungsphase)
  • schont Geräte und Anlagenressourcen
  • ist in seiner Wirkung zuverlässig und reproduzierbar
  • bietet bei Raumtemperatur ein breites Wirkungsspektrum [4]

 

Die wichtigsten Vorteile bzw. der Mehrwert unserer Bio-Dekontamination mit Wasserstoffperoxid und Silberionen auf einen Blick:

 

Biokompatibel: es wird während des Dekontaminationsprozesses mit DioProtection lediglich Wasser- und Sauerstoff in Verbindung mit Silberionen verwendet. Die in unserer zu 99,9% biokompatiblen Flüssigkeit Diosol enthaltene, geringe Menge an Silberionen sorgt für einen Katalysatoreffekt hinsichtlich der Desinfektionswirkung.

 

Sicher und zuverlässig: Unsere gasförmige Vernebelung gilt als nicht-kanzerogen im Gegensatz zu Formaldehyd, welches von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als höchst krebserregend eingestuft wurde.

 

Materialverträglichkeit: wenn DioProtection effizient gemäß Herstellerangaben eingesetzt wird, schadet es weder sensiblen elektronischen Geräten oder Oberflächen noch Möbeln. DIOP (bzw. Schütz Dental) setzt dieses Verfahren bereits seit 2003 ein und hatte bis zum heutigen Tage noch keine Probleme bzw. Beschwerden hinsichtlich der Materialverträglichkeit.

 

Schnelligkeit: der gesamte Prozess der Biodekontamination mittels Raumbeagsung ist schnell und es entfällt das zeitintensive Nachwischen der vernebelten bzw. desinfizierten Oberflächen. DioProtection steht für eine rückstandsfreie Desinfektion.

 

Breites Wirkungsspektrum: Diosol ist ein qualitativ hochwertiges, nach VAH/DGHM-Prüfkriterien entwickeltes und vielfach erprobtes Desinfektionsmittel mit einem breiten Wirkungsspektrum an biologischen Keimen.

 

 

[1] Pfennig, D., Witt-Mäckel, M. (2010): Richtig reinigen und desinfizieren im Reinraum - Den Keimen auf der Spur, erschienen in: Rationell reinigen, S. 56ff.

[2] Reinraumtechnik 1/2004, S. 30ff.: Hygienische Produktion und Raumbegasung mit VHP-Technologie

[3] Dietz P., Böhm R., Strauch D.: Experimentelle Untersuchungen zur Wirksamkeit und Materialverträglichkeit von Formaldehydgas sowie Aerosolen der Peressigsäure und des Wasserstoffperoxids. Zbl Vet Med B 1980; 27: 268-279.

[4] Jahnke M., Lauth G.: Biodekontamination eines großvolumigen Abfüllraumes mit Wasserstoffperoxid. Pharm Ind 1996; 11: 1037-1042.

[5] McDonnell G., Russel AD.: Antiseptics and disinfectants: activity, action and resistance. Clin Microbiol Rev 1999; 12: 147-179.

[6] www.bgw-online.de/internet/generator/Inhalt/OnlineInhalt/Medientypen/Bgw_20themen/GP3__Raumdesinfektion__mit__Formaldehyd,property=pdfDownload.pdf

[7] Schwebke I., Bischoff H., Herr C, Kramer A., Eikmann T.: Empfehlung des Verbunds für angewandte Hygiene zu Formaldehyhd. Umweltmed Forsch Prax 2007; 12: 211-212.

[8] WORLD HEALTH ORGANIZATION / INTERNATIONAL AGENCY FOR RESEARCH ON CANCER, Formaldehyde, 2-Butoxyethanol and 1-tert-Butoxypropan-2-ol, IARC MONO-GRAPHS ON THE EVALUATION OF CARCINOGENIC RISKS TO HUMANS, Volume 88, 2006.

[9] WORLD HEALTH ORGANIZATION / INTERNATIONAL AGENCY FOR RESEARCH ON CANCER, Re-evaluation of Some Organic Chemicals, Hydrazine and Hydrogen Peroxide, IARC MONOGRAPHS ON THE EVALUATION OF CARCINOGENIC RISKS TO HUMANS, Volume71, 1999.

[10] Grare M., Dailloux M., Simon L., Dimajo P., Laurain C.: Efficacy of dry mist of hydrogen peroxide (DMHP) against Mycobycterium tuberculosis and use of DMHP for routine decontamination of biosafety level 3 laboratories. J Clin Microbiol 2008; 46: 2955-2958.

 

Weiterführende Literatur zur Dekontaminationsvernebelung mit Wasserstoffperoxid:

[11] Otter JA., Puchowicz M., Ryan D., et al.: Feasibility of routinely using hydrogen Peroxide vapour to decontaminate rooms in a busy United States hospital. Infect Contr Hosp Epidemiol 2009; 30: 574-577.

[12] Andersen BM., Rasch M., Hochlin K., Jensen FH., Wismar P., Fredriksen JE.: Decontamination of rooms, medical equipment and ambulances using an aerosol of hydrogen peroxide disinfectant. J Hosp Infect 2006; 62: 149-155.

[13] Hall L., Otter JA., Chewins J., Wengenack NL.: Use of hydrogen peroxide vapour for deactivation of Mycobacterium tuberculosis in biological safety cabinet and a room. J Clin Microbiol 2007; 45: 810-815.

[14] Klapes NA., Vesley D.: Vapor-phase hydrogen peroxide as a surface decontaminant and sterilant. Appl Environment Microbiol 1990; 56: 503-506.

[15] Krause J., McDonnell G., Riedesel H.: Biodecontamination of animal rooms and heatsensitive equipment with vaporized hydrogen peroxide. Contemp Topics 2001; 40: 18-21.

[16] Kahnert A., Seiler P., Stein M., Aze B., McDonnell G., Kaufmann SHE.: Decontamination with vaporized hydrogen peroxide is effective against Mycobacterium tuberculosis. Lett Appl Microbiol 2005; 40: 448-452.

[17] French GL., Otter JA., Shannon KP., Adams NMT., Watling D., Parks MJ.: Tackling contamination of the hospital environment by methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA): a comparison between conventional terminal cleaning and hydrogen peroxide vapour decontamination. J Hosp Infect 2004; 57: 31-37.

[18] Otter JA., Cummins M., Ahmad F., van Tonder C., Drabu YJ.: Assessing the biological efficacy and rate of recontamination following hydrogen peroxide vapour decontamination. J Hosp Infect 2007; 67: 182-188.

[19] Dryden M., Parnaby R., Dailly S., Lewis T., Davis-Blues K., Otter JA., Kearns AM.: Hydrogen peroxide vapour decontamination in the control of a polyclonal methicillin-resistant Staphylococcus aures outbreak on a surgical ward. J Hosp Infect 2008; 68: 190-192.

[20] Rudnick SN., McDevitt JJ., First MW., Spengler JD.: Inactivation of influenza viruses on surfaces using hydrogen peroxide or triethylene glycol at low vapor concentrations. Am J Infect Control 2009; 37: 813-819.

[21] Boyce JM.: New approaches to decontamination of rooms after patients are discharged. Infect Contr Hosp Epidemiol 2009; 30: 515-517.

[22] Pottage T., Richardson C., Parks S., Walker JT., Bennett AM.: Evaluation of hydrogen peroxide gaseous disinfection systems to decontaminate viruses. J Hosp Infect 2010; 74: 55-61.

[23] Watling D., Ryle C., Parks M., Christipher M.: Theoretical analysis of the condensation of hydrogen peroxide gas and water vapour as used in surface decontamination. PDA J Pharm Sci Technol 2002; 56: 291-299.

[24] Bartels MD., Kristoffersen K., Slotsbierg T., Rohde SM., Lundgren B., Westh H.: Environmental meti­cilIin‑resistant Staphyloccccus aureus(MRSA) disinfection using dry‑mist‑generated hydrogen peroxide. J Hosp Infect 2008; 70: 35‑41.

[25] Shapey S., Machin K., Levi K, Boswell TC.: Activity of a dry mist hydrogen peroxide system against envi­ronmental Clostridium difficile contamination in ei­derly care wards. J Hospit Infect 2008; 70:136‑141.

[26] Barbut F., Menuet D., Verachten M., Girou E.: Com­parison of the efficacy of a hydrogen peroxide dry‑mist disinfection system and sodium hypochlorite solution for eradication of Clostridium difficile spo­res. Infect Contr Hosp Epidemiol 2009; 30: 507‑514.

[27] Hultman C., Hill A., McDonnell G.: The physical che­mistry of decontamination with gaseous hydrogen peroxide. Pharm Eng 2007; 27: 22‑32.

[28] Unger‑Bimczok B., Kottke V., Hertel C., Rauschnabel J.: The influence of humidity, hydrogen peroxide con­centration, and condensation on the inactivation of Geobaeillusstearothermophilus spores with hydro­gen peroxide vapor. J Pharm Innov 2008; 3:123‑133.

[29] Boyce JM., Havill NIL., Otter JA., et al.: Impact of hy­drogen peroxide vapour room decontamination on Clostridium difficile erivironmental contamination andtransmission in a healthcare setting. Infect Contr Hospit Epidemiol 2008; 29: 723‑729.

[30] Marcos‑Martin M‑A., Bardat A., Schmitthaeusler R., Beysens D.: Sterilization by vapour condensation. Pharm Tochnol Eur 1996; 18: 24‑32.

[31] Heckert RA., Best M., Jordan LT., Dulae GC., Edding­ton DL., Sterritt WG.: Efficacy of vaporized hydrogen peroxide against exotic animal viruses, Appl Envi­romment Microbiol 1997; 63: 3916‑3918.

[32] Bates CJ., Pearse R.: Use of hydrogen peroxide vapour for environmental control during a Serratia outbreak in a neonatal intensive care unit. J Hosp Infect 2005; 61: 364‑366.

[33] Claassen M. Neues Einrichtungs‑ und Sterilisa­tionskonzept für Laborräume. Diplomarbeit 2007, Hochschule Bremerhaven

[34] Rogers JV., Richter WR., Shaw MG., Choi YW.: Vapour‑phase hydrogen peroxide inactivates Yersinia pestis dried on polymers, steel, and glass surfaces. Lett Appl Microbiol 2008; 47: 279‑285.

[35] McDonnell G., Grignol G., Antloga K.: Vapor phase hydrogen peroxide decontamination of food contact surfaces. Dairy Food Environment Sanitat 2002; 22: 868‑873.

[36] Rogers JV., Sabourin CLK., Choi YW., et al.: Deconta­mination assessment of Bacillus anthracis, Bacillus subtilis, and Geobacillus stearothermophilus spo­res on indoor surfaces using a hydrogen peroxide gas generator. J Appl Microbiol 2005; 99:739‑748.

[37] Unger B., Rauschnabel U., Düthorn S., Kottke V., Hertel C., Rauschnabel J.: Suitabilitiy of different construction materials for use in aseptic proces­sing environments decontaminated with gaseous hydrogen peroxide. POAJ Pharmaceut Sci Tech­nol 2007; 61:255‑275.

[38] Trezza H.: Hygienische Produktion und Reinraum­technik mit VHP‑Technologie. ReinRaumTechnik 2004; 1: 30‑31.

[39] Johnston MD., Lawson S., Otter JA.: Evaluation of hydrogen peroxide vapour as a method for the decontamination of surfaces contaminated with Clostridium botulinum spores. J Microbiol Meth 2005; 60: 403‑411.

[40] Otter JA., Budde‑Niekiel A.: Hydrogen peroxide va­pour: A novel method for the environmental control of lactococcal bacteriophage. J Food Protect 2009; 72: 412‑414.

 

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Kurzinfo Wasserstoffperoxid:

  • gehört zur Gruppe der Sauerstoffabspalter
  • geringe Toxizität, gute Gewebeverträglichkeit und leicht biologisch abbaubar
  • sehr breites Wirkungsspektrum
  • Quelle: Hygieneinstitut Schubert





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